ulixes Update



13 Dez 2016

Die Industrie denkt nicht an Weihnachten


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Es ist nichts als ein böses Gerücht. Und die Hersteller wehren sich vehement dagegen. Richtig ist auf jeden Fall: Die Industrie denkt gar nicht an Weihnachten. Zumindest nicht jetzt. Sie denkt an Ostern. Und das Gerücht besagt: Die übrig gebliebenen Schokoladen-Weihnachtsmänner, von denen nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie bis kurz vor Weihnachten allein in Deutschland 110 Millionen unterwegs sind, werden einfach aus- und wieder eingewickelt. Um als Osterhasen in die zweite Runde zu gehen.

Uns wäre das sehr recht. Kontrollierte Entnahme aus der beleuchteten Weihnachtsmann-Box, vier oder fünf klar definierte Handgriffe beim Auspacken nach Anleitung mit Schritt-für-Schritt-Einblendung auf dem Handarbeitsplatz und mit jeweiliger Bestätigung über einen virtuellen Knopf, digitaler Check per Kamera, ob auch das gesamte Aluminium entfernt und der Weihnachtsmann-Hase nicht beschädigt wurde, vielleicht ein zusätzliches digitales Wiegen zur Schokoladenmassekontrolle, dann Einlegen der Schokoladenfigur in einen speziellen Tray auf einem Fließband, der das dunkelbraune Etwas in Richtung Haseneinpackstation kutschiert – unser Assistent wäre in seinem Element. Einmal voreingestellt, kann der Assistent dann die nach-weihnachtliche Verwandlung in den Osterhasen und die nach-österliche Verwandlung in einen Weihnachtsmann regelmäßig anleiten und kontrollieren. Unbestätigten Berichten zur Folge soll man an unserem Assistenten in der Lebensmittel-Fertigung denn auch zur Weihnachtszeit Osterhasen und kurz vor Ostern Nikoläuse gesehen haben. Jetzt immerhin ahnen wir, mit was die beiden und ihr Gefolge den Rest des Jahres über beschäftigt sind. Aber das ist wahrscheinlich auch nichts als ein böses Gerücht.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten und, sofern es Sie betrifft, schon mal eine gute Vorbereitung auf das Oster-Geschäft.

Ihr Peter Nagler und Alexander Tillmann